Förder- und Beratungszentren: Nachbesserungen nötig

Seit im Jahr 2015 die ersten Förder- und Beratungszentren in Rheinland-Pfalz an den Start gingen, hat ein enormer Ausbau auf mittlerweile 23 solcher Zentren stattgefunden. Nun fordert der Verband Sonderpädagogik (vds) Nachbesserungen am Konzept der Landesregierung.

 

Förder- und Beratungszentren stellen in Rheinland-Pfalz eine Weiterentwicklung der Förderschule dar, die damit den Auftrag erhält, Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe einzelfallbezogen in sonderpädagogischen Fragen zu beraten. In der grundlegenden Idee des Förder- und Beratungszentrums sieht der Verband Sonderpädagogik in einem nun veröffentlichten Positionspapier durchaus Chancen, fordert aber von der Landesregierung deutliche Nachbesserungen. „Wir schätzen es als positiv ein, dass durch dieses Modell eine frühzeitige Einschätzung von Problemlagen erfolgen kann, dass präventiv gehandelt werden kann und dass allgemeine Lehrkräfte durch die Beratung auch in gewissem Umfang praxisorientiert fortgebildet werden können“, äußert David Scheer, Landesvorsitzender des Verbands. Allerdings, so führt das Positionspapier aus, gebe es in der Praxis erhebliche Schwierigkeiten, zu denen der Verband Sonderpädagogik entsprechende Handlungsnotwendigkeiten formuliert. „Zentral ist für uns“, so Scheer, „dass bislang ein schlüssiges Gesamtkonzept fehlt, mit dem die Förder- und Beratungszentren arbeiten können. Außerdem muss die Personalausstattung bedarfsgerechter gestaltet werden und darf nicht zulasten präventiver integrierter Förderung gehen, wie dies aus unserer Sicht aktuell der Fall ist“.

Weitere Kernforderungen des Verbands sind demnach eine weitere Stärkung der Beratungskompetenz sowie eine stärkere und transparentere Vernetzung der Förder- und Beratungszentren mit anderen Fachdiensten.

Das vollständige Positionspapier kann auf Homepage des Verbands (https://www.vds-r-l-p.de/positionspapier-fbz) abgerufen werden.

 


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